DAS PARKHOTEL DRESDEN

EIN HAUS VOLL LEBENDIGER TRADITION

Das berühmte Parkhotel auf dem Weißen Hirsch in Dresden mit seiner Kakadu Bar, dem Blauen Salon und dem „Diamant des Hauses“, dem Großen Ballsaal, gehört seit Jahrzehnten zu einer der schönsten und beliebtesten Veranstaltungsstätten und Locations in Dresden und Umgebung.

Aufwendig inszenierte Bälle, berauschende Feste und der „Tanz im Freien - im herrlichen Garten mit Terrasse“ als Höhepunkt warmer Sommermonate zogen unzählige Besucher und Hotelgäste des Hauses in das Parkhotel Weißer Hirsch. Auch prominente Persönlichkeiten, wie Heinz Rühmann, Richard Strauß, Zarah Leander und Theo Lingen wussten hier bis in die frühen Morgenstunden zu feiern und wurden vom Personal in Gold-Livree herzlich willkommen geheißen.

Auch heute kann man hier ausgelassen feiern, Konzerte und Lesungen besuchen oder die Räumlichkeiten für interessante Industrie-Veranstaltungen, außergerwöhnliche Events oder stimmungsvolle, private Feiern mieten.

Es vereint Feierlichkeiten jeglichen Genres für eine große Zielgruppe und sucht seines Gleichen - kurzum hier erlebt man Events mit Charakter.

Unter dem großen Dach befinden sich mittlerweile verschiedene Büros und Agenturen, Ladengeschäfte, Inneneinrichter und Vieles mehr. Ein bunter Mix aus kreativen Menschen an einem Ort, wo Tradition und Moderne sich verbinden.

Treten Sie ein, lassen Sie sich inspirieren und genießen Sie!

 

Willkommen im Parkhotel Dresden!


GESCHICHTEN AUS DEM PARKHOTEL

Der Mythos Kakadu Bar lebt weiter

Am 17. Februar 2021 feiert die Kakadu Bar ihr 15-jähriges Jubiläum nach der Wiedereröffnung im Jahr 2006. Der 'Kakadu' zähle zu den Wahrzeichen des Dresdner Bürgertums wie die Frauenkirche oder das Blaue Wunder, schrieb einst die Tageszeitung DIE WELT. „Die Kakadu Bar - ein Mythos im Osten," berichtete Ulrich Wickert in den Tagesthemen.

Zahlreiche Geschichten haben sich in der legendären Bar zugetragen. Wenn die Wände reden könnten, hätten sie viel zu berichten. Schöne, tragische und sicher auch lustige Begebenheiten. Viele Momente hat auch Klaus-Dieter Lange als Barkeeper erlebt. Leider ist „KDL“, wie er in der Kakadu Bar nur genannt wurde, bereits verstorben. Seine Frau Gudrun Lange kennt viele Geschichten, die er ihr erzählt hatte. Viele Dokumente, Bilder und andere wichtige Erinnerungen hat sie aufgehoben. Die Kakadu Bar war ein wichtiger Bestandteil seines Lebens.

Es war Januar 1975, als KDL im Parkhotel anfing. Sein Traum war es immer schon, als Barmixer zu arbeiten. Als dann die Kakadu Bar wiedereröffnete, sah er die Chance, seinen Traum zu leben. Am Ende war er bis Juni 1991 in diesem Haus beschäftigt.

Eine seiner Spezialitäten war auch die Prärie-Auster. Ein Getränk, welches gern gereicht wurde, wenn ein Gast einen Drink zu viel hatte. Hauptbestandteile des Cocktails waren Eigelb und Tomaten-Ketchup sowie Worcestersauce, Olivenöl, Salz und Pfeffer. „Mein Mann war mit Leib und Seele Barmixer“, berichtet seine Frau.

Das Parkhotel und allen voran die Kakadu Bar haben sich auch auf der Galopprennbahn in Dresden beim Pferderennen präsentiert. Auch KDL durfte zusammen mit seinem Chef Gerd Weber Präsentkörbe überreichen. In der Bar waren auch immer wieder berühmte Persönlichkeiten zu Gast und haben dort gefeiert. Aber dies wurde stets diskret behandelt.

Eine besondere Begebenheit trug sich am 09. November 1989 zu. Die Bar hatte geöffnet, war gut besucht und eine Band spielte gerade. Einen ersten Anruf seiner Frau mit der Nachricht des Mauerfalls wollte KDL erst gar nicht glauben und legte sicherheitshalber lieber auf. Er war so perplex, dass ihm die Worte fehlten. Erst ein zweiter Anruf und die Bekräftigung ließen ihn realisieren, was geschehen war. Doch dann agierte KDL sehr besonnen, schnell und clever. Gemeinsam mit seinen Kollegen kassierten sie bei den Gästen die Drinks ab und ließen danach die Band den Mauerfall verkünden. Binnen weniger Sekunden strömten alle nach draußen, die Bar war leer – aber nicht die Kasse.

KDL hat viele Momente in der Bar erlebt, hat vielleicht den ersten gemeinsamen Drink an ein Paar ausgeschenkt, welches heute noch zusammen ist. Und bestimmt hat er auch Streitigkeiten miterlebt, wenn die Eifersucht mitspielte. Die aber wohl persönlichste und emotionalste Geschichte erlebte er viele Jahre später. Als die legendäre Bar 2006 wiedereröffnete fand ein Interview mit ihm, seinem damaligen Chef und der Sächsischen Zeitung statt. Diesen Artikel las eine Frau - seine Schwester. Viele Jahre hatte sie erfolglos nach ihrem Bruder gesucht, denn sie hatten sich seit der Kindheit nicht mehr gesehen. Keiner hatte Kenntnis vom Aufenthalt des anderen. Nach einem Anruf bei der SZ-Redaktion wurde mit Hilfe der Redakteure ein telefonischer Kontakt hergestellt. Zwei Tage nach Erscheinen des Artikels fand das langersehnte Wiedersehen endlich statt.

Manche Legenden aus der Kakadu Bar sind wahr, einige mit Fantasie ergänzt und andere haben sich so nie ereignet – oder sollten diese Geschichten nur nicht veröffentlicht werden? Eins ist am Ende jedoch klar: Die Kakadu Bar ist und bleibt ein Mythos, welche hoffentlich noch viele weitere Geschichten zu erzählen hat.


DIE MIETER DES PARKHOTELS

XPORT: „Wir sind zu Hause angekommen!“

Das Parkhotel Dresden ist bekannt für seine Veranstaltungsräumlichkeiten und Eventflächen, aber es bietet noch mehr – nämlich Platz für eine Vielzahl an Gewerbe-, Gastro- und Büroräumen. Für viele ist das unbekannt. Ein Grund mehr, alle Mieter im Parkhotel einmal vorzustellen.

Die markanten Erkerfenster an der Kreuzung zwischen Bautzner Landstraße und Stechgrundstraße prägen die Erscheinung des Parkhotels. Was früher ein Hotelzimmer war, fungiert nun als Bürofläche der XPORT Communication GmbH. Die Agentur agiert als Online-Spezialist für die Hotel- und Tourismusbranche. Im Mai 2019 fand der Umzug aus der Dresdner Neustadt in das jetzige Domizil statt. Von Anfang an war klar, dass XPORT-Inhaber Alexander Creutzburg ein Hotelzimmer gleich neben den Geschäftsräumen übernehmen und wieder herrichten möchte, um somit den Hotelcharakter zurückzubringen. 

Gesagt, getan: Das 18 Quadratmeter große Hotelzimmer ist im britisch-angehauchten Stil edel eingerichtet. Jeder Mitarbeiter kann sich dorthin zurückziehen, Kraft tanken und sich Inspirationen holen. Doch das Zimmer dient nicht nur als Rückzugsort, sondern soll dem legendären Ort auch etwas zurückgeben.

Seit 20 Jahren besteht das in Dresden gegründete Unternehmen XPORT. Mit einem Interims-Büro war das Team bereits für kurze Zeit im Parkhotel vertreten, aber auch für sieben Jahre in Hamburg und zuletzt in der Dresdner Neustadt. Jetzt ist XPORT gut anderthalb Jahre im Parkhotel ansässig und „zu Hause angekommen“, wie Creutzburg verrät. „Wir beschäftigen uns beruflich nur mit Hotels und Tourismus und deren digitalem Marketing. Als ich die Anzeige sah, dass hier Büroräume frei sind, war es wie ein Wink des Schicksals. Denn was passt besser zu einer Hotel-Agentur als ein ehemaliges Hotel“, ergänzt der Agenturgründer.

Mit der Zeit hat sich das Unternehmen zum Experten im digitalen Marketing der Hotelbranche entwickelt – kein leichtes Unterfangen in Corona-Zeiten. Die Pandemie sorgte für den härtesten  Einschnitt, den Creutzburg erlebt hat. Aber er und sein Team sind dabei näher zusammengerückt. Insgesamt arbeiten derzeit 23 Mitarbeiter für XPORT - und das auf zwei Etagen.

Creutzburg war und ist es wichtig, dass trotz aller derzeitigen Schwierigkeiten der Branchen-Fokus nicht verloren geht. XPORT kennt den Bereich in- und auswendig, weiß um die Probleme und kann so am besten unterstützen. Neben Premium-Paketen wird es im Hospitality-Bereich künftig auch individuelle und kleinere Angebote geben. Diese sind gerade nach der Corona-Zeit wichtig für viele Unternehmen. „Gute Hotellerie wird auch in Zukunft benötigt und erfolgreich sein. Kreative Konzepte und innovative, digitale Vermarktung sind die Schlüssel, die wir an unserem Bund bereithalten", erklärt Creutzburg abschließend.


GESCHICHTEN AUS DEM PARKHOTEL

STEFFEN LUDWIG: „Ich hätte es bereut, nicht im Parkhotel gearbeitet zu haben!“

Als das Parkhotel im Jahr 1914 eröffnet wurde, ahnte kaum jemand, zu welcher Institution auf dem Weißen Hirsch sich das Haus über die Jahre entwickeln würde. Aufwendig inszenierte Bälle und rauschende Feste fanden großen Anklang, prominente Persönlichkeiten gaben sich die Klinke in die Hand. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde das Haus beschlagnahmt und ab den fünfziger Jahren erneut zum beliebten Veranstaltungsort - bis Anfang der neunziger Jahre.

Das Parkhotel Dresden erstrahlt heute in neuem Glanz. Seinen historischen Charme hat es jedoch nie verloren und die Geschichten, die es schrieb, sollen nicht in Vergessenheit geraten. So auch nicht die Erlebnisse von Steffen Ludwig.

Der heute 73-Jährige fing 1976 im Parkhotel an - und er war einer der Letzten, die 1992 das Haus verließen. Die Bar, die er betreute, blieb am längsten geöffnet. Sein Resümee: „Ich hätte es bereut, nicht im Parkhotel gearbeitet zu haben!“ Auch im Jahr 2021 blickt Ludwig gern auf diese besondere Zeit zurück – manches Mal mit einem Kopfschütteln, meist aber mit einem Lächeln.  

Ursprünglich war es der kurze Weg zwischen Arbeit und Wohnung, die Ludwig animierte, den Job im Parkhotel anzunehmen. Doch aus der puren Logik wurde bald Leidenschaft – und auch Ludwigs Frau schloss sich ihm an. Er fing als Oberkellner mit Revier und Lehrfacharbeitertätigkeiten an. Die Lehrlinge hat er gern betreut und ihnen viel beigebracht, denn es war ihm wichtig, dass aus ihnen gute Facharbeiter wurden. Die Azubis wurden gefordert, aber erhielten auch die wichtige Anerkennung. Später wurde er Lehrbeauftragter und auch Restaurantleiter. Dann rief die Kakadu Bar nach ihm. Nachtschichten bis vier Uhr morgens gehörten nun zu seinem Alltag. Mit der Zeit wurde eine zweite Bar eröffnet und zu seinem neuen Arbeitsplatz. Jene Bar betreute er bis zum Schluss. Übrig blieb nur eine Flasche Whisky.

Viel hat Ludwig in den Jahren erlebt – von diebischen Gästen, die selbst Schilder abschraubten, bis zu einer Rettungsmaßnahme bei einer drohenden Erstickung war alles dabei. Zum beliebtesten Klau-Objekt avancierte das Besteck. Aus diesem Grund wurde es auch mit dem Spruch „Geklaut im Parkhotel“ bedruckt.

Im Haus dinierte und feierte die prominente Gesellschaft vom Weißen Hirsch, Bessergestellte sowie die Künstler-Prominenz. Einige von ihnen kamen in den Luxus eines Stammtisches. Sie bedankten sich in Form von netten Gesten oder kleinen Aufmerksamkeiten – eine Kristallvase hat der Rentner noch heute.

An der Bar wurde für gute Freunde die Wodka-Cola mit der Rarität Pepsi gemixt. Die verräterischen Dosen mussten natürlich einfallsreich entsorgt werden. Auch erfinderisch musste er immer wieder sein. Es gab keine ordentliche Eismaschine, also musste ein altes ungarisches Exemplar repariert werden – Ersatzteile Mangelware. Doch einige Gäste konnten im Tausch mit vier Gin Tonic Hilfe leisten. Getreu dem Motto: Eine Hand wäscht die andere.

Die vielen Erlebnisse hat er mit seiner Frau geteilt und auch seine Tochter denkt noch gern an die Kindheit im Parkhotel zurück. Für Steffen Ludwig war das Parkhotel nicht nur ein Arbeitsplatz, sondern ein wichtiger Teil seines Lebens.